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Posts Tagged ‘Psychotraumatologie’

Globalisierung – Digitalisierung – Anonymisierung

Und nun auch noch eine Virus-Pandemie!

 

Einengung

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Welt ist in einem psychose-ähnlichen Zustand und leidet am Verlust von guten Grenzen. Nur wer „gute Grenzen“ hat, kann bei sich und gleichzeitig offen für die Welt sein. Damit ist gemeint: angemessen und flexibel. Ein Mensch mit guten Grenzen kann auf Einflüsse von außen selbstwirksam gestaltend reagieren und verliert dabei nicht die Ruhe. Er bringt sich in einen Zustand der Resilienz, also einer gesunden Widerstandskraft, der es ihm ermöglicht, Gefahren richtig einzuschätzen und sich vor Überflutung zu schützen.

 

Ich möchte Sie an dieser Stelle einladen, sich selbst einmal zu fragen:

„Wo stehe ich in dem ganzen Geschehen?“

 

Verfalle ich dem landläufigen Aktivismus und der Informationsflut täglich neuer Statistiken?

Gerate ich in angstgetriebene Irrationalität wie z.B. Hamsterkäufe oder diffuse Beunruhigung und Panik?

Oder gehöre ich zu denen, die jetzt total blockieren, nicht mehr vor die Tür gehen, „dicht machen“ und damit versuchen, auf „Nummer sicher“ zu gehen?

 

Ich erlebe derzeit in meiner therapeutischen Arbeit beides. Die einen nehmen gerade in diesen schweren Zeiten jede Stunde wahr und suchen nach Unterstützung. Die anderen müssen über andere Wege begleitet werden, um mit ihnen ein bisschen den Kontakt zu halten und sie zu stabilisieren.

 

Es ist ein psycho-sozialer Belastungstest für alle

Die gegenwärtige Situation der Bedrohung ist geeignet, bereits vorhandene Traumata, Angst- und Panikstörungen oder Depressionen zu verstärken. Bei hinzu kommenden sozialen Problemen kann das auch schnell mal in aggressive Durchbrüche und sexuelle Gewalt umschlagen. Alkohol dient dabei unter Umständen als Selbstmedikation, um das Ganze für sich erträglicher zu machen. Für Angehörige ist das nicht unbedingt der Fall. Und die Kinder sind dem am meisten ausgeliefert.

 

Stress macht Körper, Geist und Seele krank

Moment mal. Worum ging es noch mal? Ging es nicht eigentlich um den Virus, der uns krank zu machen droht? Deshalb nehmen wir das doch alles auf uns! Die Kontaktverbote und Reglementierungen, die sich wie eine Zwangsjacke jeden Tag enger um uns zuziehen.

Das ist jedenfalls die Sicht der Virologen und Epidemiologen.

 

Doch der Mensch ist ein fühlendes Wesen, das als vernetzter Gesamtorganismus reagiert. Die wissenschaftliche Disziplin, die das erforscht, ist die Psycho-Neuro-Immunologie. „Die Psychoneuroimmunologie (PNI) oder Psychoimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt. Ein Nachbargebiet ist die Psychoneuroendokrinologie, das außerdem die Wechselwirkungen des Hormonsystems mit einbezieht.“

(zitiert nach:  https://de.wikipedia.org/wiki/Psychoneuroimmunologie, abgerufen am 30.03.2020)

 

Das heißt, ein wesentlicher Faktor für unsere Infektabwehr ist unser seelisches Gleichgewicht. Das hat über fein abgestimmte biochemische Prozesse Einfluss darauf, ob und wie schwer wir krank werden.

 

Prof. Christian Schubert, Leiter des Labors für Psychoneuroimmunologie der Univ.-Klinik für Med. Psychologie und Psychotherapie Innsbruck, und Mag. Magdalena Singer schreiben hierzu: „Selbst ob wir uns mit einem Virus anstecken oder nicht, hängt von unserer emotionalen Verfassung ab. Das konnte der amerikanische PNI-Forscher Sheldon Cohen eindrucksvoll in einem Experiment zeigen. Dazu setzte er gesunde Testpersonen unter Quarantänebedingungen gezielt bestimmten Viren aus. Es stellte sich heraus, dass sich bei Weitem nicht alle Testpersonen mit dem jeweiligen Virus ansteckten. Personen mit einem positiven emotionalen Persönlichkeitsprofil erkrankten seltener und zeigten weniger klinische Symptome.“

(zitiert nach: https://www.ugb.de/gesundheitsfoerderung/psychoneuroimmunologie/, abgerufen am 30.03.2020)

 

Was kann man tun?

Genau diese emotionale Verfasstheit, was wir denken und fühlen und wie wir mit uns und der Welt im Reinen sind, kann durch Psychotherapie so beeinflusst werden, dass wir unsere Selbstheilungskräfte bestmöglich stärken. Bezogen auf die Krebstherapie schreiben die oben genannten Autoren weiter: „Als klinisch vielversprechend gelten auch Imaginations-techniken, bei der im hypnotischen Zustand visualisiert wird, wie beispielsweise weiße Blutkörperchen gefährliche Tumorzellen im eigenen Körper angreifen und unschädlich machen. So lässt sich ein signifikanter Anstieg an weißen Blutkörperchen erreichen, also eine Stimulation der Abwehrzellen.“ (ebenda)

 

Innere Bilder können helfen

Wir sehen also: Die Wirkkraft innerer Bilder kann nicht nur unser Wohlbefinden beeinflussen, sondern verändert auch unseren körperlichen Gesundheitszustand. Doch zu erreichen, dass sie in der gewünschten Weise positiv wirken, ist die hohe Kunst. Auch negative Bilder haben ihre Wirkkraft und halten uns manchmal regelrecht gefangen. Zudem erfahren wir gerade in Zeiten eines angestrebten Wandels nicht selten, dass uns die Außenwelt genau diese Negativität widerspiegelt und uns jede Menge Beweise dafür liefert, das „die Realität“ doch so ist. Positive Bilder dagegen erfahren wir oft als außerordentlich flüchtig.

 

Konkret und handhabbar machen

Hier kommt die Kunsttherapie ins Spiel. Durch den kreativen Ausdruck mit Gestaltungs-materialien treten wir in einen inneren Dialog und lernen im praktischen Umgang damit, wie sich die Kraft der Bilder bannen und nutzen lässt. In der Auseinandersetzung zwischen Innen und Außen wächst uns eine heilsame Kraft zu, die sich im gemalten Bild oder in der Tongestaltung materialisiert.

 

Das kann zum Beispiel so aussehen, dass ich Sie einlade, der Angst, die sich wie der Virus „unkontrolliert ausbreitet“ eine Gestalt zu geben und sie zu fragen, was sie Ihnen zu sagen hat, woher sie ursprünglich kommt, wann sie schon mal da war, warum sie so groß werden musste und welches ihre positive Botschaft ist.

Hilfreich kann aber auch sein zu schauen, was hat mir schon mal früher ermöglicht, mich in schwierigen Zeiten geschützt und geborgen zu fühlen, was gibt mir Kraft, worin finde ich in einer Krise meinen Halt und dem eine Form und eine Farbe zu geben – ein Symbol für dieses gute Gefühl zu finden. Dabei können hilfreiche Wesen auftauchen, wie die Oma, bei der man als Kind in den Ferien eine schöne Zeit hatte oder auch ein Schutzengel oder ein Krafttier.

 

All das kann dazu beitragen, dass sich das eigene Selbst- und Welterleben etwas versöhnlicher anfühlt und wir den nächsten Virenschwarm an uns abgleiten lassen, während wir unseren Mitmenschen ein liebevolles Lächeln schenken.

 

Ich begleite Sie gern auch in diesen Zeiten!           © Regina Liedtke, www.kreativpraxis-berlin.de

Mit herzlichen Grüßen

Regina Liedtke

 

Artikel als PDF

 

 

 

Regina Liedtke

HP / Psych., Kunsttherapeutin (grad. in der DGKT, Mitglied im DFKGT und in der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin), Hypnotherapeutin, Kunsttherapeutische Fachberaterin in Psychotraumatologie (IKT München), Supervisorin (IGA Heidelberg), Bildende Künstlerin (HdK Berlin, bbk berlin)

Tiefenpsychologisch fundierte und transpersonale Kunstpsychotherapie seit 1991, tätig in eigener Praxis seit 2001.

Dozentin, Referentin und Autorin von Fachartikeln und Blogbeiträgen

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Zur Psycho- und Gruppendynamik der aktuellen Situation in der Gesellschaft und zum Verständnis von Widerstandsbewegungen und sog. Verschwörungstheorien empfehle ich einen Podcast aus psychoanalytischer Sicht:

Zur Psychoanalyse der Verschwörungstheorien

© Dr. Cécile Loetz und Dr. Jakob Johann Müller

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Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Regina Liedtke
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin-Charlottenburg

Tel.: +49(0)30 – 781 28 99
email: mail@kreativpraxis-berlin.de

Homepage: http://www.kreativpraxis-berlin.de

 

Blog “kreativundheilsam”: https://kreativundheilsam.wordpress.com

Blog “Was macht die Kunst?”: https://liedtkekunstblog.wordpress.com/

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Liebe Freunde der Kreativpraxis und der Künste,  

 

wieder geht ein Jahr zu Ende, das uns tüchtig herausgefordert hat. 

Doch das nächste verspricht Chancen für positive Entwicklungen.

 

Gern stehe ich dafür bereit, Sie / Euch zu begleiten.

Mit meinen schönen Farben und Materialien. Und mit meinem therapeutischen und supervisorischen Know-how, mit Einfühlungsvermögen und dem richtigen Augenmaß für die praktischen Schritte.

Dafür wünsche ich Ihnen / Euch viel Glück und Erfolg!

 

 

Rückblick auf das vergangene Jahr 2017

Im Frühjahr ist mein Buch mit dem Titel Mein künstlerischer Weg – Werke und Projekte erschienen. Ein erster Vortragsabend fand im September statt.

In einem autobiografischen Text beschreibe ich meinen Werdegang, beginnend mit dem Studium an der Hochschule der Künste Berlin bis zum work in progress der Gegenwart und lasse meine LeserInnen teilhaben am Prozess der Auseinandersetzung mit formalen und philosophischen Themen. Dabei beziehe ich mich auf kunstgeschichtliche Strömungen, sowie Lehrer und Impulsgeber, die meine Arbeit beeinflusst haben.

Hardcover, 28 x 21 cm, 34 Seiten mit 30 farb. Abb. u. 2 schwarz-weiß Abb. auf Fotopapier. Es kann bestellt werden als book on demand.

http://www.kreativpraxis-berlin.de/publikationen.php

 

Im Sommer war ich zum ersten Mal mit einem kleinen Video beim Screening der Medienwerkstatt im Kino Central dabei. Performance “Rückzug” / Videoskizze 03 heißt es. Die Arbeit stellt eine Verbindung von Malerei und Performance her. Sie beginnt mit dem Gemälde „Brennender Baum“, geht über in eine Performance und endet mit dem Gemälde „All“. Dabei habe ich jeweils mit Überblendungen gearbeitet. Begleitet wird der Prozess der Metamorphose von Sounds. http://www.kreativpraxis-berlin.de/videos.php

 

Seit Anfang des Jahres bin ich mit meiner Lehrtätigkeit an eine Privat-Universität / Lehrgang Kunsttherapie gewechselt, die ich auch im nächsten Jahr dort fortführe und hoffentlich noch ausbauen kann.

 

Im letzten Jahr habe ich auch die Presse für meine Arbeit interessieren können. So sind zwei sehr schöne Artikel über mich erschienen.

http://www.berliner-woche.de/charlottenburg/leute/wir-heben-den-schatz-der-seele-regina-liedtke-ueber-die-arbeit-ihrer-kreativpraxis-d121369.html

http://www.berliner-woche.de/schoeneberg/kultur/das-atmende-offene-bild-ein-besuch-bei-der-schoeneberger-kuenstlerin-regina-liedtke-d124178.html

 

Und natürlich bildete meine Praxisarbeit mit den tiefenpsychologisch fundierten und transpersonalen Psychotherapien mit kunsttherapeutischem Schwerpunkt und den Supervisionen weiter das Herzstück meiner Tätigkeit.

 

 

Vorschau ins Neue Jahr 2018

 

 

 

KUNSTTHERAPIE ALS PSYCHOTHERAPIE zum Kennenlernen!

Eine Vortrags- und Workshopreihe zu kunsttherapeutischen Themen mit Beispielen aus der Praxisarbeit gibt einen Einblick in die Kunstpsychotherapie bzw. tiefenpsychologisch fundierte und transpersonale Psychotherapie mit kunsttherapeutischem Schwerpunkt.

Gern können Sie / könnt Ihr mir hierzu Fragen und Wünsche zukommen lassen.

 

Fr. 26.01.18   MINI-WORKSHOP:  “Bilder der Seele – die Quelle in mir”

Fr. 16.02.18   VORTRAG:  “Oft fehlen die Worte…” – Trauerprozesse in Bildern

Fr. 23.03.18   VORTRAG:  “Es begann mit einem einzigen Punkt….” – Wege aus der Angst

Fr. 27.04.18   VORTRAG MIT PRAKTISCHER ÜBUNG:  Raus aus Depression und Burnout – Vom Trauma zur “gefüllten Mitte”

Fr. 25.05.18   VORTRAG:  Das Selbst in Ganzheitssymbolen

Fr. 29.06.18   MINI-WORKSHOP:  “Bilder der Seele – die Quelle in mir”

Die Uhrzeit ist jeweils von 18:30 – 21:00 Uhr.

PROGRAMM als PDF:  KUNSTTHERAPIE ALS PSYCHOTHERAPIE

Außerdem biete ich die Kunsttherapeutische Selbsterfahrungsgruppe wieder an. Wenn sich einige Interessenten gefunden haben, können wir beginnen.

 

Im neuen Jahr beginne ich eine zweijährige Weiterbildung am IKT in München, die mit einem Zertifikat zur Fachberaterin in Psychotraumatologie abschließt. Trauma ist ja ein Thema, das an Wichtigkeit aktuell zunimmt. Ich bin sehr gespannt, meine Kenntnisse aus der psychoanalytischen Traumaforschung zu Komplextraumatisierungen damit zu erweitern und zu vertiefen.

 

Nun bleibt mir nur noch, Ihnen / Euch ein erholsames und friedvolles Weihnachtsfest zu wünschen. Und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018.

 

Herzliche Grüße – Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder,

und bitte empfehlen Sie / empfehlt mich weiter!

Regina Liedtke  © Regina Liedtke, www.kreativpraxis-berlin.de

 

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Regina Liedtke
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin – Charlottenburg

Tel.: +49(0)30 – 781 28 99
mail(ät)kreativpraxis-berlin.de

http://www.kreativpraxis-berlin.de

BLOG kreativundheilsam: https://kreativundheilsam.wordpress.com

BLOG Was macht die Kunst?: https://liedtkekunstblog.wordpress.com/

 

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