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Posts Tagged ‘Transpersonale Psychotherapie’

Globalisierung – Digitalisierung – Anonymisierung

Und nun auch noch eine Virus-Pandemie!

 

Einengung

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Welt ist in einem psychose-ähnlichen Zustand und leidet am Verlust von guten Grenzen. Nur wer „gute Grenzen“ hat, kann bei sich und gleichzeitig offen für die Welt sein. Damit ist gemeint: angemessen und flexibel. Ein Mensch mit guten Grenzen kann auf Einflüsse von außen selbstwirksam gestaltend reagieren und verliert dabei nicht die Ruhe. Er bringt sich in einen Zustand der Resilienz, also einer gesunden Widerstandskraft, der es ihm ermöglicht, Gefahren richtig einzuschätzen und sich vor Überflutung zu schützen.

 

Ich möchte Sie an dieser Stelle einladen, sich selbst einmal zu fragen:

„Wo stehe ich in dem ganzen Geschehen?“

 

Verfalle ich dem landläufigen Aktivismus und der Informationsflut täglich neuer Statistiken?

Gerate ich in angstgetriebene Irrationalität wie z.B. Hamsterkäufe oder diffuse Beunruhigung und Panik?

Oder gehöre ich zu denen, die jetzt total blockieren, nicht mehr vor die Tür gehen, „dicht machen“ und damit versuchen, auf „Nummer sicher“ zu gehen?

 

Ich erlebe derzeit in meiner therapeutischen Arbeit beides. Die einen nehmen gerade in diesen schweren Zeiten jede Stunde wahr und suchen nach Unterstützung. Die anderen müssen über andere Wege begleitet werden, um mit ihnen ein bisschen den Kontakt zu halten und sie zu stabilisieren.

 

Es ist ein psycho-sozialer Belastungstest für alle

Die gegenwärtige Situation der Bedrohung ist geeignet, bereits vorhandene Traumata, Angst- und Panikstörungen oder Depressionen zu verstärken. Bei hinzu kommenden sozialen Problemen kann das auch schnell mal in aggressive Durchbrüche und sexuelle Gewalt umschlagen. Alkohol dient dabei unter Umständen als Selbstmedikation, um das Ganze für sich erträglicher zu machen. Für Angehörige ist das nicht unbedingt der Fall. Und die Kinder sind dem am meisten ausgeliefert.

 

Stress macht Körper, Geist und Seele krank

Moment mal. Worum ging es noch mal? Ging es nicht eigentlich um den Virus, der uns krank zu machen droht? Deshalb nehmen wir das doch alles auf uns! Die Kontaktverbote und Reglementierungen, die sich wie eine Zwangsjacke jeden Tag enger um uns zuziehen.

Das ist jedenfalls die Sicht der Virologen und Epidemiologen.

 

Doch der Mensch ist ein fühlendes Wesen, das als vernetzter Gesamtorganismus reagiert. Die wissenschaftliche Disziplin, die das erforscht, ist die Psycho-Neuro-Immunologie. „Die Psychoneuroimmunologie (PNI) oder Psychoimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt. Ein Nachbargebiet ist die Psychoneuroendokrinologie, das außerdem die Wechselwirkungen des Hormonsystems mit einbezieht.“

(zitiert nach:  https://de.wikipedia.org/wiki/Psychoneuroimmunologie, abgerufen am 30.03.2020)

 

Das heißt, ein wesentlicher Faktor für unsere Infektabwehr ist unser seelisches Gleichgewicht. Das hat über fein abgestimmte biochemische Prozesse Einfluss darauf, ob und wie schwer wir krank werden.

 

Prof. Christian Schubert, Leiter des Labors für Psychoneuroimmunologie der Univ.-Klinik für Med. Psychologie und Psychotherapie Innsbruck, und Mag. Magdalena Singer schreiben hierzu: „Selbst ob wir uns mit einem Virus anstecken oder nicht, hängt von unserer emotionalen Verfassung ab. Das konnte der amerikanische PNI-Forscher Sheldon Cohen eindrucksvoll in einem Experiment zeigen. Dazu setzte er gesunde Testpersonen unter Quarantänebedingungen gezielt bestimmten Viren aus. Es stellte sich heraus, dass sich bei Weitem nicht alle Testpersonen mit dem jeweiligen Virus ansteckten. Personen mit einem positiven emotionalen Persönlichkeitsprofil erkrankten seltener und zeigten weniger klinische Symptome.“

(zitiert nach: https://www.ugb.de/gesundheitsfoerderung/psychoneuroimmunologie/, abgerufen am 30.03.2020)

 

Was kann man tun?

Genau diese emotionale Verfasstheit, was wir denken und fühlen und wie wir mit uns und der Welt im Reinen sind, kann durch Psychotherapie so beeinflusst werden, dass wir unsere Selbstheilungskräfte bestmöglich stärken. Bezogen auf die Krebstherapie schreiben die oben genannten Autoren weiter: „Als klinisch vielversprechend gelten auch Imaginations-techniken, bei der im hypnotischen Zustand visualisiert wird, wie beispielsweise weiße Blutkörperchen gefährliche Tumorzellen im eigenen Körper angreifen und unschädlich machen. So lässt sich ein signifikanter Anstieg an weißen Blutkörperchen erreichen, also eine Stimulation der Abwehrzellen.“ (ebenda)

 

Innere Bilder können helfen

Wir sehen also: Die Wirkkraft innerer Bilder kann nicht nur unser Wohlbefinden beeinflussen, sondern verändert auch unseren körperlichen Gesundheitszustand. Doch zu erreichen, dass sie in der gewünschten Weise positiv wirken, ist die hohe Kunst. Auch negative Bilder haben ihre Wirkkraft und halten uns manchmal regelrecht gefangen. Zudem erfahren wir gerade in Zeiten eines angestrebten Wandels nicht selten, dass uns die Außenwelt genau diese Negativität widerspiegelt und uns jede Menge Beweise dafür liefert, das „die Realität“ doch so ist. Positive Bilder dagegen erfahren wir oft als außerordentlich flüchtig.

 

Konkret und handhabbar machen

Hier kommt die Kunsttherapie ins Spiel. Durch den kreativen Ausdruck mit Gestaltungs-materialien treten wir in einen inneren Dialog und lernen im praktischen Umgang damit, wie sich die Kraft der Bilder bannen und nutzen lässt. In der Auseinandersetzung zwischen Innen und Außen wächst uns eine heilsame Kraft zu, die sich im gemalten Bild oder in der Tongestaltung materialisiert.

 

Das kann zum Beispiel so aussehen, dass ich Sie einlade, der Angst, die sich wie der Virus „unkontrolliert ausbreitet“ eine Gestalt zu geben und sie zu fragen, was sie Ihnen zu sagen hat, woher sie ursprünglich kommt, wann sie schon mal da war, warum sie so groß werden musste und welches ihre positive Botschaft ist.

Hilfreich kann aber auch sein zu schauen, was hat mir schon mal früher ermöglicht, mich in schwierigen Zeiten geschützt und geborgen zu fühlen, was gibt mir Kraft, worin finde ich in einer Krise meinen Halt und dem eine Form und eine Farbe zu geben – ein Symbol für dieses gute Gefühl zu finden. Dabei können hilfreiche Wesen auftauchen, wie die Oma, bei der man als Kind in den Ferien eine schöne Zeit hatte oder auch ein Schutzengel oder ein Krafttier.

 

All das kann dazu beitragen, dass sich das eigene Selbst- und Welterleben etwas versöhnlicher anfühlt und wir den nächsten Virenschwarm an uns abgleiten lassen, während wir unseren Mitmenschen ein liebevolles Lächeln schenken.

 

Ich begleite Sie gern auch in diesen Zeiten!           © Regina Liedtke, www.kreativpraxis-berlin.de

Mit herzlichen Grüßen

Regina Liedtke

 

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Regina Liedtke

HP / Psych., Kunsttherapeutin (grad. in der DGKT, Mitglied im DFKGT und in der C.G. Jung-Gesellschaft Berlin), Hypnotherapeutin, Kunsttherapeutische Fachberaterin in Psychotraumatologie (IKT München), Supervisorin (IGA Heidelberg), Bildende Künstlerin (HdK Berlin, bbk berlin)

Tiefenpsychologisch fundierte und transpersonale Kunstpsychotherapie seit 1991, tätig in eigener Praxis seit 2001.

Dozentin, Referentin und Autorin von Fachartikeln und Blogbeiträgen

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Zur Psycho- und Gruppendynamik der aktuellen Situation in der Gesellschaft und zum Verständnis von Widerstandsbewegungen und sog. Verschwörungstheorien empfehle ich einen Podcast aus psychoanalytischer Sicht:

Zur Psychoanalyse der Verschwörungstheorien

© Dr. Cécile Loetz und Dr. Jakob Johann Müller

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Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Regina Liedtke
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin-Charlottenburg

Tel.: +49(0)30 – 781 28 99
email: mail@kreativpraxis-berlin.de

Homepage: http://www.kreativpraxis-berlin.de

 

Blog “kreativundheilsam”: https://kreativundheilsam.wordpress.com

Blog “Was macht die Kunst?”: https://liedtkekunstblog.wordpress.com/

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KUNSTTHERAPIE – KUNSTPSYCHOTHERAPIE – KUNSTTHERAPEUTISCHE SELBSTERFAHRUNG – TIEFENPSYCHOLOGISCH UND TRANSPERSONAL – PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

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Kunsttherapeutische Selbsterfahrungsgruppe

Schätze der Seele – auf dem Weg der Individuation in die eigene Mitte finden

Individuation, Regina Liedtke

Der Weg der Individuation ist nach C.G. Jung ein Integrations- und Wandlungsprozess mit dem Ziel der Ganzwerdung. Insbesondere in der zweiten Lebenshälfte sind wir aufgefordert, Einseitigkeiten in unserer Entwicklung auszugleichen und uns in eine neue Balance zu bringen.

Die kunsttherapeutische Gruppe bietet Ihnen die Möglichkeit, sich auf die Suche nach verborgenen Quellen Ihrer Kreativität zu begeben und die Bilder und Symbole der Seele mit ihrem Heilungspotential zu entdecken.

 

Themen können sein:

  • Wie lebe ich die weibliche und männliche Seite in mir? – ANIMUS u. ANIMA-Aspekte
  • Welche Anteile sind bis jetzt zu kurz gekommen und welche möchte ich neu kennenlernen? – Integration des SCHATTENS
  • Was gibt meinem Leben einen Sinn? – Entwicklung des wahren SELBST

 

Die Gruppe beginnt jeweils mit einem kurzem Rundgespräch und einer Inspiration anhand von Gedichten, Märchen oder Themen aus der Gruppe für die Gestaltungsphase. Die Teilnehmer können frei gestalten mit Materialien ihrer Wahl, z.B. zeichnen mit Kohle, Pastellkreiden, Ölkreiden, malen mit Aquarellfarben, Gouache, Kleister, Pinsel, modellieren mit Tonerde, Collagen aus verschiedenen Papieren u.a. Materialien. Eine gemeinsame Austauschrunde bildet das Ende. Das Miteinander ist getragen von gegenseitiger Wertschätzung und Anteilnahme.

Kunsttherapeutische Gruppe, Individuation

 

Ort: Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching

Alt-Lietzow 12, 10587 Berlin Charlottenburg (Nähe Richard-Wagner-Platz)

Einführungsabend mit Informationen: 06.09.18 – 19:00 bis 21:00 Uhr

Beginn der Gruppe: ab sofort, wenn Anm. vorhanden (Laufzeit ½ Jahr)

Zeit: 2x pro Monat für je 2 Std. (Terminfindung nach Absprache)

Kosten: 110 Euro pro Monat inkl. Materialien

TeilnehmerInnen: Kleingruppe mit max. 6 Personen

Leitung: Regina Liedtke / HP Kunsttherapeutin (grad. Mitglied in der DGKT,

Mitglied im DFKGT, in der C.G. Jung-Gesellschaft)

Info / Anm.: mail@kreativpraxis-berlin.de oder 030 – 781 28 99  © Regina Liedtke, www.kreativpraxis-berlin.de

Homepage: www.kreativpraxis-berlin.de

 

Ich freue mich auf Sie!

 

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Soeben erschienen!

Kunst und Therapie Heft 2012,1Die Zeitschrift für bildnerische Therapien mit dem Schwerpunktthema:

Kunsttherapie und Spiritualität

ist erschienen und beim Claus Richter Verlag erhältlich.

http://www.richterverlag.de/bild.php

 

Es lohnt sich, das sehr gelungene Heft vom Anfang an durchzulesen, da die Beiträge thematisch aufeinander aufbauen.

 

U.a. verweise ich auf meinen Artikel:

Ganzheitssymbolik im kunsttherapeutischen Gestalten und ihre spirituelle Dimension. Eine Annäherung an ein schwer fassbares Phänomen.

Zusammenfassung

Es wird ein Ansatz der Transpersonalen Kunsttherapie im Rahmen eines ganzheitlichen Therapieverständnisses dargelegt. Als besondere Potenz der Kunst- und Gestaltungstherapie wird die Möglichkeit angesehen, mit unbewußten Seelenbereichen und spirituellen Dimensionen in tiefen Kontakt zu kommen und eine Verbindung von Körper-Seele-und-Geist zu erreichen. Durch die Selbstheilungskräfte des SELBST und des universellen GEISTES entstehen im kunsttherapeutischen Prozeß Ganzheitssymbole. Diesbezüglich werden von der Autorin Praxisbeispiele aus der eigenen therapeutischen Arbeit geschildert. Den theoretischen Hintergrund bilden die Konzepte des „Flow“ von M. Csikszentmihalyi, des „Intermediären Raums“ von D.W. Winnicott, der „Transzendenten Funktion“ und der „Mandala-Symbolik“ von C.G. Jung, der erweiterte Bewusstseinszustand der „Trance“ sowie der „Transpersonalen Bänder“ von K. Wilber.

„In meinem Praxisalltag erlebe ich immer wieder, dass Menschen in ihrem Leben an einen – mehr oder weniger – krisenhaften Punkt gelangen, wo es für sie nicht mehr so weitergeht und sie eine Therapie beginnen wollen. Frühe Prägungen und Ich-Entscheidungen haben sie disharmonische Persönlichkeitsstrukturen entwickeln lassen, die irgendwann (meist in der Lebensmitte) in Zustände einseitiger Überlastungen führen. Eine neue, harmonischere innere Ordnung muss durch die Aufarbeitung von Konflikten und vertieftes Zu-sich-kommen gefunden werden. Aus der Unausgewogenheit gilt es, den Weg der Individuation als einen Prozess der Ganzwerdung zu gehen. Im therapeutischen Beziehungsraum können Gehaltensein, Genährtwerden und die Selbstheilungskräfte der Seele erlebt werden. So geschieht es, dass Gestaltungen mit Ganzheitssymbolik entstehen. Die Seelenkräfte zentrieren sich. Sinnhaftigkeit wird erfahrbar, in deren Folge eine Neuausrichtung des Lebensweges entwickelt werden kann. […..]“

>> lesen Sie weiter im angegebenen Heft

Zur Person:

Liedtke, Regina, geb.1953 in Berlin, HP / Psych., Kunsttherapeutin (grad.Mitglied in der DGKT, Mitglied im DFKGT), Hypnotherapeutin, Bildende Künstlerin (BBK Berlin), Supervisorin, Coach und Seminarleiterin; tätig in eigener „Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching“ in Berlin. Ausbildung zur staatl. anerkannten Erzieherin (1970-74), Studium der Bildenden Kunst mit Abschluss als Meisterschülerin an der Hochschule der Künste / HdK Berlin (heute UdK) (1978-87), Weiterbildung zur Kunsttherapeutin an der Kölner Schule für Kunsttherapie (1988-92), Gaststudium der Kunsttherapie an der HdK Berlin/Ergänzungsstudiengang Kth. (1989-91), Transaktionsanalytische Weiterbildung am Institut für Kommunikationstherapie in Berlin bei Dipl.Psych. Gisela Kottwitz (1989-96), amtsärztliche Zulassung zur Heilpraktikerin (1992), Fortbildung Arbeit am Tonfeld bei Heinz Deuser (1993-97), Transpersonale Psychosynthese am Institut für Psychosynthese & Transpersonale Psychologie in Berlin (2000-01), Graduierung in der DGKT (2003), Fortbildung Gruppenanalytische Supervision und Organisationsberatung am Institut für Gruppenanalyse in Heidelberg (2003-04), Fortbildung Aufstellungsarbeit im Einzelsetting bei Renate Wirth in Berlin (2007),  Ausbildung zur Huna-Hypnotherapeutin am Aloha-Forum in Berlin bei Mario Schwenninger (2007-08). Jahrzehntelange Berufstätigkeit in verschiedenen psychosozialen Bereichen, u.a. in der Kinder- u. Jugendpsychiatrie (1987-98), freiberufliche Tätigkeit als Kunsttherapeutin in einem kollektiv geleiteten Träger der Jugendhilfe in Berlin / langlaufende Einzeltherapien mit Kindern, begleitende Elternberatung u. Umfeldarbeit nach dem BSHG u. KJHG (1991-2000), Einzelfallhilfe mit Psychisch Kranken nach dem SGB IX (seit 2000), Honorartätigkeit als Kunsttherapeutin mit geistig Behinderten in einem Behindertenzentrum in Berlin (2000-02), seit 2001 tätig in eigener Praxis (siehe oben); Autorin der Fachartikel „Kunsttherapie im ambulanten Setting der Eingliederungshilfe mit persönlichkeitsgestörten Menschen“ im Handbuch „Kunst- und Ausdruckstherapien“ und “Ganzheitssymbolik im kunsttherapeutischen Gestalten und ihre spirituelle Dimension” in: Kunst und Therapie, Heft 2012/1 Kunsttherapie und Spiritualität / Köln: Claus-Richter-Verlag; eigene künstlerische Ateliertätigkeit.

Kreative Grüße

Regina Liedtke

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Regina Liedtke
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin-Charlottenburg Tel.: ++49(0)30 – 781 28 99    mail@kreativpraxis-berlin.de
Schauen Sie auch auf meinen Blog: https://kreativundheilsam.wordpress.com
und besuchen Sie unseren Künstlerhof: http://altlietzow12.wordpress.com

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Die KUNST- UND GESTALTUNGSTHERAPIE

Mandala (Copyright by Regina Liedtke)

Mandala (Copyright by Regina Liedtke)

ist ein noch junges Fachgebiet,

das an Bedeutung zunimmt.In Deutschland gibt es sie seit Ende der 70er Jahre. Wie Deutschlandradio Wissen vor kurzem in einer eigens über die Kunsttherapie informierenden Sendereihe berichtete hat die Kunsttherapie in den letzten 30 Jahren beträchtlich an Bedeutung gewonnen. In vielen Einrichtungen des Gesundheitswesens, der Rehabilitation und der Heilpädagogik sind mittlerweile Kunsttherapeuten tätig. Hier wird sie oft auch als Kreativtherapie, Ausdruckstherapie oder Maltherapie bezeichnet. Ein weiterer Begriff ist „Künstlerische Therapie“ als Bezeichnung für ein zukünftiges gemeinsames Berufsbild bezogen auf Therapieformen, die auf verschiedenen Kunstrichtungen basieren, wie Bildender Kunst, Musik, Tanz, Theater, Poesie. Aus einer Erhebung des Deutschen Fachverbandes für Kunst- und Gestaltungstherapie / DFKGT im Jahre 2008 geht hervor, dass im Jahr 2006 die Kunsttherapie in 30% der therapeutischen Leistungsangebote von Kliniken in Deutschland enthalten war. In Einrichtungen der Rehabilitation wird die Kunsttherapie zusammen mit Musik-, Tanz- und Dramatherapie unter Kreativtherapie aufgeführt und 2006 mit einem Anteil von 44% am therapeutischen Leistungsspektrum hervorgehoben.

Die theoretischen Grundlagen bilden die Psychoanalyse, die Analytische Psychologie C.G. Jungs, die Heilpädagogik, die Gestalttherapie u.a. Eine eigene Ausrichtung der Kunsttherapie bzw. der Künstlerischen Therapien gibt es im Rahmen der Anthroposophischen Medizin. Eine Form einer mehr künstlerisch-sozialen Arbeit bezieht sich auf den „erweiterten Kunstbegriff“ von Josef Beuys und seine Idee der „sozialen Plastik“.

 

Ein noch recht neuer Ansatz der Kunsttherapie ist die TRANSPERSONALE KUNSTTHERAPIE.

Die Transpersonale Psychologie bzw. Psychotherapie hat sich seit den 60er Jahren entwickelt. Wichtige Vertreter dieses Therapieansatzes sind Roberto Assagioli, Carl Gustav Jung, Stanislav Grof, Abraham Maslow, Ken Wilber, Karlfried Graf Dürckheim, Sylvester Walch u.a. Die Transpersonale Psychotherapie wendet sich den das Persönliche bzw. Ego überschreitenden (lat. trans = von … hinüber, jenseits von; persona = das Persönliche / die Persona, Maske, soziale Rolle) Persönlichkeitsanteilen (wahres Selbst / höheres Selbst) und Seinsebenen (kollektives Unbewusstes, spiritueller Geist) zu und wirkt bewusstseinserweiternd auf den Klienten ein.

Die Künstlerischen Therapieansätze sind prädestiniert für die transpersonale Arbeit, weil sie sowieso schwerpunktmäßig im prä- bzw. nonverbalen Bereich angesiedelt sind. Die Kunsttherapie beispielsweise profitiert davon, dass sich die Seele von sich aus gern in Bildern ausdrückt, wie wir es etwa von Traumbildern oder Phantasiereisen kennen.

 

Eine von ganz wenigen Praxen in Deutschland für Transpersonale Kunsttherapie ist die KREATIVPRAXIS IN BERLIN VON REGINA LIEDTKE, die seit über 10 Jahren existiert.

Sie bezieht sich als tiefenpsychologisch fundierte und transpersonale Kunst- und Gestaltungstherapie im Wesentlichen auf die Analytische Tiefenpsychologie von C.G. Jung, die implizit eine transpersonale Ausrichtung hat.

aus der Kunsttherapie / Copyright: Kreativpraxis-Berlin.deRegina Liedtke sagt dazu: „In meinem Praxisalltag erlebe ich immer wieder, dass Menschen in ihrem Leben an einen – mehr oder weniger – krisenhaften Punkt gelangen, wo es für sie nicht mehr so weitergeht und sie eine Therapie beginnen wollen. Frühe Prägungen und Ich-Entscheidungen haben sie disharmonische Persönlichkeitsstrukturen entwickeln lassen, die irgendwann (meist in der Lebensmitte) in Zustände einseitiger Überlastungen führen. Eine neue, harmonischere innere Ordnung muss durch die Aufarbeitung von Konflikten und vertieftes Zu-sich-kommen gefunden werden. Aus der Unausgewogenheit gilt es, den Weg der Individuation als einen Prozess der Ganzwerdung zu gehen. Im therapeutischen Beziehungsraum können Gehaltensein, Genährtwerden und die Selbstheilungskräfte der Seele erlebt werden. Die Seelenkräfte zentrieren sich. Sinnhaftigkeit und ein eigener Zugang zur Spiritualität werden erfahrbar, in deren Folge eine Neuausrichtung des Lebensweges entwickelt werden kann.“

 

Im Sommer 2012 wird ein ARTIKEL IN DER FACHZEITSCHRIFT „KUNST UND THERAPIE“ erscheinen, die gleichzeitig Verbandszeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Künstlerische Therapieformen / DGKT und des Deutschen Fachverbands für Kunst- und Gestaltungstherapie / DFKGT ist. Das Heft im 1. Hj. 2012 trägt den Titel „Kunsttherapie und Spiritualität“ – ein Thema, das bisher eher am Rande der Aufmerksamkeit der Kunsttherapie in Deutschland steht.

Unter dem Titel “Ganzheitssymbolik im kunsttherapeutischen Gestalten und ihre spirituelle Dimension” schreibt die Kunsttherapeutin Regina Liedtke über die Erfahrungen aus Ihrer über 20jährigen kunsttherapeutischen Praxisarbeit mit Wandlungsprozessen auf dem Wege der Individuation ihrer Klienten. Dabei bezieht sie sich auf die Analytische Tiefenpsychologie von C.G. Jung >> „Transzendente Funktion“, Mandalas als Ganzheitssymbole. Außerdem nimmt sie  Bezug auf den Begriff des „Flow“ von M. Csikszentmihalyi, des „Intermediären Raums“ von D.W. Winnicott, den Bewusstseinszustand „Trance“ aus der Hypnotherapie, sowie die „Transpersonalen Bänder“ von K. Wilber.

“Ganzheitssymbolik im kunsttherapeutischen Gestalten und ihre spirituelle Dimension”
in: Kunst und Therapie, Heft 2012/1 Kunsttherapie und Spiritualität / Köln: Claus-Richter-Verlag
Erscheinungsdatum: Sommer 2012

 

 

Regina Liedtke

Heilpraktikerin/Psychotherapie, Kunsttherapeutin (grad. in der DGKT), Hypnotherapeutin

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin-Charlottenburg

Tel.: ++49(0)30 – 781 28 99
mail@kreativpraxis-berlin.de
Homepage: http://www.kreativpraxis-berlin.de

Blog: https://kreativundheilsam.wordpress.com

Internetplattform Künstlerhof: http://altlietzow12.wordpress.com

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