Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Künstlerische Therapeuten’

Jahresbericht 2014

Kreativundheilsam wurde im Jahr 2014 ca. 4.000 mal besucht und gelesen.

Insgesamt gab es18.836 Aufrufe seit Bestehen.

Die Besucher kamen aus insgesamt 37 Ländern. Die meisten aus Deutschland, gefolgt von der Schweiz, Österreich und den Vereinigten Staaten.

Es wurden in diesem Jahr 17 neue Beiträge und 33 Bilder veröffentlicht. Das sind insgesamt 110 Beiträge mit 51 Kommentaren.

Mit 107 Besuchern war der 18. September der geschäftigste Tag des Jahres. Psychiatrische Versorgung: An Künstlerischen Therapeuten soll gespart werden! war der beliebteste Beitrag an diesem Tag.

*********************************************************************************************************

Ich wünsche all meinen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr und freue mich, von Ihnen / Euch zu hören.

Regina Liedtke

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Regina Liedtke
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin-Charlottenburg

Tel.: +49(0)30 – 781 28 99
mail@kreativpraxis-berlin.de
http://www.kreativpraxis-berlin.de

Schauen Sie auch auf meinen Blog: https://kreativundheilsam.wordpress.com
und besuchen Sie unseren Künstlerhof: http://altlietzow12.wordpress.com

Advertisements

Read Full Post »

Viele zufriedene Besucher – großes Interesse an den Künstlerischen Therapien!

Unser Info-Tag „kreativ und heilsam“ zur Woche der Seelischen Gesundheit war wieder ein voller Erfolg!

Info-Tisch KtibMit einem reichhaltigen Programm von parallel stattfindenden Workshops und Vorträgen / Filmvorführungen haben wir KunsttherapeutInnen, TanztherapeutInnen und MusiktherapeutInnen in diesem Jahr noch mehr interessierte Besucher angezogen, als im letzten Jahr. Ca. 150 Menschen kamen, nahmen teil, informierten sich über Künstlerische Therapien. Und gingen begeistert wieder nach Hause.

Programm Info-Tag KtibDie breitgefächte Öffentlichkeit – Berufskollegen, „Betroffene“ von psychischen Erkrankungen, Angehörige und weitere interessierte Menschen machten gemeinsam neue Erfahrungen mit den Künstlerischen Therapieformen und erweiterten ihr Wissen über Theorie und geschichtliche Hintergründe der Künstlerischen Therapien in der Arbeit mit Psychiatriepatienten.

 

Tanzworkshop Ktib

 

Malworkshop Ktib

 

Vorträge u. Filmvorführungen Ktib

 

Kunsttherapie mit psychisch Kranken  10404090_10205350158822981_3954545553193511360_n

Mein Vortrag mit einer Power-Point-Präsentation und einem Filmausschnitt aus der DVD „Zwischen Wahnsinn und Kunst“ von den Gebrüdern Beetz fand ca. 40-50 begeisterte Zuhörer. Mit höchster Konzentation verfolgten sie die dargestellte Entwicklung der Kunsttherapie von den Anfängen mit der Prinzhornsammlung zu Beginn des 20. Jhts. über die ersten Ausbildungen und Projekte in Deutschland bis zur heutigen Kunsttherapie, die mittlerweile in der stationären und teilstationären Versorgung unseres Gesundheitswesens etabliert ist, ambulant jedoch noch in den Kinderschuhen steckt.

 

Vortrag Regina Liedtke, Kunsttherapie mit psychisch Kranken

 

Hierzu machen die Künstlerischen Therapeuten des Berliner Netzwerks Angebote in eigener Praxis oder als Honorarkräfte in Einrichtungen und leisten damit Pionierarbeit. Wir stehen bereit, in Institutionen Vorträge zu halten, Workshops zu geben und in unseren Praxen psychisch kranke Menschen zu begleiten, sowie Kollegen zu supervidieren. Finanzierungsmöglichkeiten gibt es über Fördervereine, Spenden und Stiftungen, öffentlichen Honorarmitteln und als Eigenleistung. Wichtig ist, dass sich Menschen auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass Künstlerische Therapieformen in die klinische und psychosoziale Versorgung stärker integriert werden.

 

Pressemitteilung zur Veranstaltung:  http://www.openpr.de/news/819245/Kuenstlerische-Therapeuten-bei-der-Woche-der-Seelischen-Gesundheit.html

_________________

Regina Liedtke

Gründerin des Netzwerks selbständiger Künstlerischer TherapeutInnen in Berlin / ktib.de

HP Psych., Kunsttherapeutin (grad. in der DGKT, Mitglied im DFKGT), Praxisinhaberin der Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin-Charlottenburg

Tel.: +49(0)30 – 781 28 99
mail@kreativpraxis-berlin.de
http://www.kreativpraxis-berlin.de

Schauen Sie auch auf meinen Blog: https://kreativundheilsam.wordpress.com
und besuchen Sie unseren Künstlerhof: http://altlietzow12.wordpress.com

Read Full Post »

Die Berliner Krankenhauskette VIVANTES – größter kommunaler Klinikkonzern Deutschlands – plant, die „therapeutischen Dienste“ (Kunsttherapeuten, Musiktherapeuten, Tanz- und Bewegungstherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden) auszulagern und will damit massive Kostensenkungen erzielen.

http://afacwblog.wordpress.com/2014/06/18/angriff-auf-die-die-beschaftigten-bei-vivantes-erst-einmal-abgewehrt/

Dieser neue Coup des Finanzsenators Ulrich Nußbaum im Verbund mit dem Gesundheitssenator Czaja und der Konzernleitung wurde im Juli diesen Jahres bekannt, ging jedoch im zeitgleichen Streik der Ärzte um mehr Geld schier unter.

Mittlerweile sickerte aber immer mehr durch, was da für skandalöse Pläne geschmiedet werden und was das für unseren Berufsstand bedeutet. Schließlich war und ist es schwer genug, die Künstlerischen Therapien in der klinischen Versorgung zu etablieren, die bei der Ärzteschaft wie auch bei den Patienten gleichermaßen hoch geschätzt werden.

Wieder einmal zeigt sich, dass allein die Sparquote zählt. Dass Künstlerische Therapeuten fest zur gesundheitlichen Behandlung insbesondere bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Erkrankungen gehören und Beziehungsarbeit (!) innerhalb des Systems Krankenhaus und in der Arbeit mit den Patienten leisten, wird von diesen Entscheidern nicht realisiert! Die Therapeuten leisten tagtäglich einen qualitativ wichtigen Teil zur Gesundung unserer Bevölkerung.

Lesen Sie hier mehr darüber:

https://www.dve.info/fileadmin/upload/pdf/_news/140915-OffenerBriefTherapeutischeDiensteVivantes.pdf

Als Protest dagegen haben KollegInnen aus dem Psychiatrischen Bereich nun eine Petition aufgelegt, mit der sich bereits KollegInnen aus anderen Bereichen oder Regionen solidarisiert haben:

https://www.openpetition.de/petition/online/keine-ausgliederung-der-psychiatrischen-therapeuten-bei-vivantes

Bitte unterstützen Sie sie und zeichnen Sie diese Petition mit.

_______________

Regina Liedtke

Kunsttherapeutin / HP Psych., grad. Mitglied in der DGKT, Mitglied im DFKGT

Gründerin des Netzwerks selbständiger Künstlerischer TherapeutInnen in Berlin

Read Full Post »

Am 11.3.13 fand das 7. Netzwerk-Treffen in meiner kunsttherapeutischen Praxis statt.

 

Es war wieder ein sehr inspirierendes Treffen. Wir haben kreative Ideen entwickelt und konkret gemacht.

1. Präsentation auf der Tagung des DFKGT und der DMtG „Mit Pinsel und Pauke“:

  • Präsentation im Abschlußgremium: persönlich und per Webseite
  • Stand: mit Plakat und Flyern
  • sonst noch: eine Aktion, bei der wir in Kontakt mit den TeilnehmerInnen gehen – seien Sie gespannt!

2. Aufbau und Gestaltung der Homepage

Webadresse: http://www.kuenstlerische-therapeuten-berlin.de und http://www.ktib.de

Titel: Künstlerische Therapeutinnen und Therapeuten in Berlin

Texte: Die Texte „Was sind Künstlerische Therapien?“, „Was ist das Besondere an der Kunsttherapie?“, „Was ist das Besondere an der Musiktherapie?“, „Was ist das Besondere an der Tanztherapie?“ stehen soweit und werden von den einzelnen Berufsgruppen noch mal Korrektur gelesen und freigegeben. Bitte schickt sie dann Regina, die sie noch mal endredaktionell bearbeitet und dann an Diana weiterleitet.

Barbara und Regina kümmern sich um einen Text zu „Was macht eine gute Therapie aus? Was sind die spezifischen Wirkfaktoren in den Künstlerischen Therapieformen?“

Hierzu hat Regina schon mal einen Artikel auf ihrem Blog erstellt:

https://kreativundheilsam.wordpress.com/2013/02/15/spezifische-wirkfaktoren-von-kunstlerischen-therapien/

Stadtplan: Auf einem Stadtplan von Berlin werden die Praxen und anderen Wirkungsstätten der in den Profilseiten aufgeführten TherapeutInnen markiert und können per Mausklick geöffnet werden zu einem Lageplan von Google-Maps (Verlinkung).

Profilseiten: Für die Profilseiten legt Regina ein Muster vor, als Struktur welche Angaben, wie….. >> ist bereits geschehen: steht unter Dokumente auf unserer internen Austauschplattform.

Gestaltung: Wir haben uns auf die Farben magenta, gelbgrün und türkis geeinigt. Der Kopf der Startseite und Homepage soll aus einem dreiteiligen Foto bestehen, in dem Sequenzen der Kunsttherapie, der Musiktherapie und der Tanztherapie abgebildet sind – etwas farblich verfremdet und leicht animiert. Dafür schicken KollegInnen der drei Fachrichtungen Fotos, die geeignet sind und über die sie die vollen Rechten innehaben. Regina hat das für die Kunsttherapie bereits heute getan.

Die Weiterarbeit an der Homepage geschieht in der Zwischenzeit bis zum nächsten Treffen auf unserer internen Austauschplattform. Beim nächsten Treffen wird wieder weitergestaltet und entschieden. >> Also kommt zahlreich!

3. Austauschplattform:

Heike betreut unsere Austauschplattform. Wer noch nicht drauf registriert ist oder Hilfe braucht, wende sich an sie mit einer email.

4. Verschiedenes:

Enrique hat zwei Veranstaltungshinweise bzw. Angebote in die Gruppe gegeben. Er stellt sie noch mal auf unsere Austauschplattform.

Nächstes Treffen:

Montag, den 8.4.13 um 19:00 (bitte bringt reichlich Zeit mit)

bei mir in der Praxis

Wir sind offen für neu hinzukommende KollegInnen in Selbständigkeit.

*************************************************

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Regina Liedtke
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin-Charlottenburg

Tel.: ++49(0)30 – 781 28 99
mail@kreativpraxis-berlin.de
http://www.kreativpraxis-berlin.de

Read Full Post »

„Damit das Mögliche entsteht, muss immer

wieder das Unmögliche versucht werden.“

Hermann Hesse

 

Hermann Hesse

Nach der Erfahrung des Ersten Weltkrieges setzte er sich öffentlich für Frieden, Völkerverständigung und eine nationenübergreifende Humanität ein.

Später wurde er in den USA der 60er Jahre zur Kultfigur der Anti-Vietnam- und Flower Power-Bewegung, sicher aber auch missverstanden in der angestrebten Art der Bewusstseinserweiterung, die die Hippie-Bewegung im Konsum von Drogen suchte, während er in der Sowjetunion eher als „progressiver Realist“ angesehen wurde. „Make love not war“ war ihre Devise. Den Weg nach innen verstand Hesse jedoch nicht als Flucht vor der Auseinandersetzung mit der äußeren Realität. Er setzte sich gleichermaßen mit den Innenwelten wie mit den Konflikten der Außenwelten auseinander. Weit mehr als 35.000 Briefe und 3.000 Rezensionen dokumentieren seine rege Kommunikation und Beschäftigung mit dem Gedankengut seiner Mitmenschen.

Seine frühe Rebellion gegen den schwäbischen Pietismus seines Elternhauses, ein Suizidversuch und der Aufenthalt in einer Nervenheilanstalt, schwere persönliche Schicksalsschläge und eine eigene Psychoanalyse prägten seinen Weg einer inneren Suche. In seinem Buch „Demian“ reflektierte Hesse seinen „Individuationsprozess“ als „Werden der Persönlichkeit, ohne das kein höheres Leben möglich ist“. 1926 taucht er im „Steppenwolf“ in eine Art Höllenreise in die dunklen Abgründe seiner Seele ein und nimmt gleichzeitig die Schrecken des zweiten Weltkrieges wie voraus.

In „Narziß und Goldmund“ geht es um Polaritäten wie männlich-weiblich, Vater-Mutter, Über-Ich – Triebwünsche des Es, Ratio-Gefühl, Chaos und Ordnung im innerpsychischen Konflikt, das Finden der Anima über die Integration eines positiven Mutterbildes, die Sehnsucht nach dem ewig Weiblichen / der Großen Mutter, die Sinnenfreuden in Liebesbeziehungen und das Erfahren der großen Liebe, die Möglichkeit des künstlerischen Schaffens aus der intensiven Auseinandersetzung mit den persönlichen und darüber hinaus archetypischen Größen des Seelischen.

In den Weisheitslehren des Buddhismus, Taoismus, sowie der christlichen Mystik fand er Antworten zu einem höheren Sinn des Lebens, die er mit seinen Publikationen einem größerem Leserkreis zugänglich machte. Selbstbestimmung, Authentizität und eine gelebte individuelle Spiritualität waren für ihn wichtige Werte. Hesses Credo lautete: „Du sollst dich nicht nach einer vollkommenen Lehre sehnen, sondern nach einer Vervollkommnung deiner selbst.“

 

______________________________________________________

>> Hörempfehlung für September 2012:

Am Donnerstag, 13. September, 22.03 Uhr, sendet SWR2 unter dem Titel „Stufen“ ein Hörspiel.

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/hoerspiel-studio/-/id=660014/nid=660014/did=10145348/1bz0a2w/index.html

 

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

 

                                                                                         Hermann Hesse

 

Im Ausschreibungstext des SWR heißt es:

„Stufen“ ist nicht nur das bekannteste Gedicht aus der Feder von Hermann Hesse. Es ist auch der Deutschen Lieblingsgedicht. Am Donnerstag, 13. September, 22.03 Uhr, sendet SWR2 unter dem Titel „Stufen“ ein Hörspiel.

John Cage hat 1989, zum 65. Geburtstag des Suhrkamp-Verlegers und Hesse-Kenners Siegfried Unseld, das Sprachmaterial des Poems mit seiner Mesostic-Technik neu organisiert, für Sprecher musikalisiert. Cages Aneignung gleicht Verfahren der Konkreten Poesie, ist Arbeit am Sprachmaterial des Gedichts. Hermann Kretzschmar hatte das bis 2002 unveröffentlichte Stück im Hause Unseld mit aufgeführt. Seine Radiofassung greift als Tribut an Cage die offene Struktur seiner Radiokompositionen auf, und überträgt sie in eine von den O-Tönen der Aufnahmesituationen geprägte Klangkonzeption. Dieser Ansatz versteht sich als eine kompositorische Interpretation, die überdies analog ist der Cageschen Aneignung von Hesses „Stufen“.

SWR2 Hörspiel-Studio, 22.03 Uhr

„Stufen“

Nach Hermann Hesse und John Cage

Mit Hans Zender, Walter Zimmermann, Fréderic Rzewski, Dieter Schnebel

Kompositorische Interpretation und Realisation: Hermann Kretzschmar

Produktion: HR/WDR 2002

_______________________________________________________

Weitere Tips:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Hesse

Der SWR hat eine eigene Webseite zum Hermann Hesse-Jahr eingerichtet: Hesse entdecken >>

http://www.swr.de/hesse/-/id=9557936/1britqn/index.html

 

„Kinderseele“ ist eine berühmte Erzählung von Hermann Hesse, die der Radiosender SWR4 am Samstag, 11. August, 21.05 Uhr, als Mundart-Hörspiel bringt. Regie: Andrea Leclerque.

http://www.swr.de/swr4/bw/programm/-/id=258008/nid=258008/did=10079622/1ixbcia/

Im Ankündigungstext des SWR heißt es:

„Gab es das in Gottes Welt, dass ein Mensch, ein Knabe, gleichzeitig alle hohen und alle bösen Triebe in sich hatte und leiden und verzweifeln musste, nur so als eine unglückliche und komische Figur, zum Vergnügen des zuschauenden Gottes? Gab es das? Und war dann nicht – ja war dann nicht die ganze Welt ein Teufelsspott, gerade wert, sie anzuspucken?! War dann nicht Gott ein Scheusal, ein Wahnsinniger, ein dummer, widerlicher Hanswurst? – Ach, und während ich mit einem Beigeschmack von Empörerwollust diese Gedanken dachte, strafte mich schon mein banges Herz durch Zittern für die Blasphemie!

Ein Junge kommt heim und hat ein schlechtes Gewissen, ohne recht zu wissen, warum. In einem furiosen Monolog entfaltet sich das Seelenpanorama eines unterdrückten Rebellen, das stark autobiographische Züge trägt: Hesses Kindheit und Jugend ist geprägt von Verweigerung, Protest und Ausbruchsphantasien bis hin zum versuchten Suizid.

Die Erzählung »Kinderseele« erschien erstmals 1920. Die pietistische Missionswelt, in der er aufwuchs, sei von dem Prinzip geprägt gewesen, so Hermann Hesse noch als 60-Jähriger, »dass des Menschen Wille von Natur und Grund aus böse sei, und dass dieser Wille erst gebrochen werden müsse, ehe der Mensch in Gottes Liebe und in der christlichen Gemeinschaft das Heil erlangen könne.« Das Werkzeug für die Brechung dieses Willens ist in »Kinderseele« der Vater. Doch nicht der strafende Vater, sondern die selbstverschuldete Anpassung ist der größte Feind des freien Menschen.“

„Fast ein Heiliger. Zum 50. Todestag des protestantischen Mystikers Hermann Hesse“ ist der Titel eines Radio-Beitrags von Detlef Kühn, der am Sonntag, 5. August, 12.05 Uhr, auf SWR2 Glauben gesendet wird.

 

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/glauben/-/id=659102/nid=659102/did=9940796/iy98ax/

http://www.hermann-hesse.de/archiv/2012/08/06/der-spiegel-widmet-hermann-hesse-eine-titelgeschichte

http://www.dradio.de/aktuell/1834210/

http://www.hermann-hesse.de/files/WELTWEITE%20WIRKUNG.pdf

http://www.hermann-hesse.de/literatur

 

Viel Freude beim Lesen!

Herzliche Grüße

Regina Liedtke

Read Full Post »

Gestern am Donnerstag, den 7.6.12 fand das Gründungstreffen für das Netzwerk freier Künstlerischer TherapeutInnen in meiner kunsttherapeutischen Praxis im Künstlerhof Alt-Lietzow 12 in Berlin Charlottenburg statt. Von 21 am Netzwerk Interessierten haben 11 gestern am Gründungstreffen teilgenommen.

Als erstes haben wir uns in einer Vorstellungsrunde gegenseitig bekannt gemacht.

Dabei wurden bereits Interessen und Ideen für das gemeinsame Netzwerk auf einem Plakat gesammelt:

 

PLAKAT vom Gründungstreffen des Netzwerks freier Künstlericher TherapeutInnen

  • Kontakt und Vernetzung
  • Unterstützung bei dem Schritt in die volle Selbständigkeit
  • fachlicher Austausch – auch über die Grenzen des eigenen Fachgebietes hinaus
  • Praxisräume finden – mit anderen Künstlerischen Therapeuten zusammen
  • eine starke Lobby aufbauen
  • gemeinsame Plattform – Webseite
  • Treffen reihum vor Ort, um die einzelnen KollegInnen, Praxen und Angebote kennenzulernen
  • gegenseitige Empfehlungen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Austausch über Abrechnungsmöglichkeiten und -modalitäten

Im Anschluss habe ich ein flammendes Plädoyer für den Wert der Künstlerischen Therapien und eine in der Öffentlichkeit aufzubauende Lobby gehalten. „Die Künstlerischen Therapien müssen raus aus der Ecke der Gemeinnützigkeit, des Ehrenamts und der Low budget-Angebote. Wir leisten eine wertvolle Arbeit, die unsere Gesellschaft dringend braucht. Die Menschen müssen sagen: „Künstlerische Therapie ist etwas Tolles – das leiste ich mir!

Daraufhin kam ein lebendiger Austausch von Ideen zustande:

  • Tag / Lange Nacht der Künstlerischen Therapien
  • Teilnahme an der „Woche der seelischen Gesundheit“
  • Online-Plattform für den internen Austausch untereinander – ein Kollege wird uns eine solche  einrichten, wenn er Ende Juni wieder aus dem Urlaub zurückgekehrt ist
  • gegenseitige Einladungen – z.B. zu Tagen der offenen Tür, Ausstellungen, Konzerte

>>> Barbara Stellbrink-Kesy hat uns spontan eingeladen zur Eröffnung ihres kunsttherapeutischen Ateliers:  „Spielraum-für-Kunst“ in der Auguststr. 89 in Mitte am Sonntag, 17.6.12 von 14-19 Uhr

  • Bekanntmachen von Informationen, die für die Kollegen von Interesse sind

Weitere Ideen werden durch die Gedankenanstöße folgen.

 

Verabredung für das nächste Treffen:

 Tagesordnung:

Schwerpunktthema:  Öffentlichkeitsarbeit – eigene Erfahrungen, weitere Ideen

außerdem Zeit und Raum, sich in lockerer Atmosphäre besser kennenzulernen

Termin:     Donnerstag, 16. Aug. 12 um 19:00 Uhr

Ort:

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching

Künstlerhof Alt-Lietzow 12

10587 Berlin-Charlottenburg

Anmeldung: mail@kreativpraxis-berlin.de oder 030 – 781 28 99

Mit kollegialen Grüßen

Regina Liedtke

Read Full Post »

Zertifikatskurs Berufs- und Leistungsrecht für künstlerische Therapien

14. – 16. September 2012

Dozent: Stefan Flach-Bulwan – Musiktherapeut, Autor, Dozent für Berufs- und Leistungsrecht

Wie orientiere ich mich im Dschungel der Paragraphen? Dieses dreitägige Seminar schafft umfassende Kompetenz zu allen für die Berufsausübung im Bereich der künstlerischen Therapien wichtigen Fragen, Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Verträgen.

Inhalte
In praxisbezogenen Seminarübungen werden zahlreiche reale Anträge, ärztliche Gutachten, Bescheide, Verträge, Widerspruchsbegründungen sowie die jeweils eigene Arbeitssituation behandelt.

Schwerpunktthemen sind
• Geld, das immer zögerlicher verteilt wird
• Hilfen für die Arbeit mit Patientinnen und Patienten und die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern, Kostenträgern und Gutachtern/-innen
• Eigene Standortbestimmung und Karriereplanung zwischen Anstellung, Honorartätigkeit und ambulanter Praxis
• Gestaltung rechtlicher Spielräume in der Berufsausübung
• Sicherung des Berufsstandes

Zielgruppe: MusiktherapeutInnen, andere künstlerische TherapeutInnen (z.B. Kunst- und Tanztherapeuten/-innen)

Teilnehmerzahl: max. 12

Veranstaltungsort: Universität der Künste Berlin
Der genaue Veranstaltungsort wird Ihnen bei Anmeldung zum Kurs mitgeteilt.

 

Quelle: Homepage der UdK Berlin

Read Full Post »

Older Posts »