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Posts Tagged ‘Erschöpfungssyndrom’

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das von mir gegründete Netzwerk Künstlerischer TherapeutInnen in Berlin an der Berliner Woche der Seelischen Gesundheit mit einem Info-Tag. Er greift das diesjährige Thema „Prävention und Früherkennung…“ von psychischen Erkrankungen auf und vermittelt der interessierten Öffentlichkeit in Workshops, einem Vortrag und einem Austausch-Forum zu Arbeitsfeldern und Publikumsfragen, was die Künstlerischen Therapieformen dazu leisten können.

Sonntag, 18.10.15 von 11:00 bis 17:00 Uhr

Tanzstudio Dança Frevo
Mehringdamm 33 / Hof III, 10961 Berlin-Kreuzberg

Ein abwechslungsreiches Programm erwartet Sie zu den Möglichkeiten, die Ihnen die Kunsttherapie, die Tanztherapie und die Musiktherapie bieten können.

In einem Vortrag zu den weit verbreiteten und stetig zunehmenden seelischen Belastungen in unserer Gesellschaft – Erschöpfungssyndrom / Burnout, Depression und Ängsten – zeige ich an einem bebilderten Beispiel aus der kunsttherapeutischen Arbeit in meiner Praxis, wie ein Entwicklungsprozess zu Resilienz und ganzheitlicher Gesundheit aussehen kann.

„Es begann mit einem einzigen Punkt…“ – Wege aus der Angst.

Ein Individuationsprozess.Es begann mit einem einzigen Punkt

von Regina Liedtke

 

 

 

 

 

Erfahren Sie mehr:

http://www.kreativpraxis-berlin.de/aktuelles.php#info-tag

http://www.ktib.de/aktuelles.html

Pressemitteilung

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Netzwerk Künstlerischer TherapeutInnen in Berlin

info(ät)ktib.de

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Regina Liedtke
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin-Charlottenburg

Tel.: +49(0)30 – 781 28 99
mail(ät)kreativpraxis-berlin.de
http://www.kreativpraxis-berlin.de

Schauen Sie auch auf meinen Blog: https://kreativundheilsam.wordpress.com
und besuchen Sie unseren Künstlerhof: http://altlietzow12.wordpress.com

 

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Sendung Lebenszeit im Deutschlandradio: „Leben im Hamsterrad“ –

Haben wir das Abschalten verlernt?

 

Heute Morgen habe ich eine der immer zahlreicheren Sendungen über die Erschöpfung und den Burnout unserer Gesellschaft gehört, die in ihrem ganzheitlichen Ansatz und erweiterten Horizont jedoch die ganze Bandbreite des Phänomens vom Persönlich-Privaten bis zur Systemkritik umfasste und damit über das hinausreichte, was man sonst oft verkürzt zu diesem Thema zu hören bekommt.

„Früher endete ein Arbeitstag in der Regel mit dem Feierabend. Heute dagegen machen wir oft erst Schluss, wenn wir komplett erschöpft sind von der Arbeit. Und selbst dann haben wir meist keine Ruhe. […]

So kommt es, dass einige Firmen neuerdings den E-Mail-Verkehr ihrer Mitarbeiter nach Feierabend oder im Urlaub unterbinden. Ursula von der Leyen forderte von den Arbeitgebern eine Firmenkultur, in der Arbeit und Freizeit deutlich getrennt werden. Und eigentlich hatten wir in Deutschland historisch gesehen auch noch nie so viel Freizeit wie heute. Kommen wir also nicht mehr zum Feierabendmachen? Oder haben wir schlicht verlernt, wie das geht? […]“

…. so die Anmoderation von Daniela Wiesler

Link:  http://www.dradio.de/dlf/sendungen/lebenszeit/2029223/

 

In der Diskussion mit den Studiogästen Prof. Dr. Christoph Türcke, Stephan Grünewald und Florian Opitz wurden die relevanten Hintergründe beleuchtet und reflektiert, die auch ich in meinem Verständnis meiner therapeutischen Arbeit und Seminare zur Burnout-Prävention als maßgeblich ansehe.

Beschrieben wurden die “ ständige Unterbrechungslogik“ der elektronischen Medien, das „Prinzip Ablenkung“, dass die Menschen fremdbestimmt und getrieben sein lässt. Das allseits geforderte „multitasking“ sei jedoch auf Dauer kontraproduktiv.  Aufmerksamkeit, Zuwendung, Hingabe flachten ab. Wenn alles gleichzeitig stattfinde und man unfähig sei, Prioritäten zu setzen  gingen Qualitäten wie Tiefe, Innehalten, Sinnerfahrungen verloren. Die Menschen seien „gefangen im Hamsterrad“, einem Kreislauf von Hektik und Stress, Gedankenrasen, Zähneknirschen, Verspannungen, Erschöpfung bis zum Burnout und hätten Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren.

Der Ruf nach „Exit-Strategien“ und Wellness-Wochenenden, sowie empfohlene Coping-Strategien in Ratgeberbüchern griffen jedoch zu kurz. Es ginge um einen grundsätzlichen Bewusstseinswandel und mehr Achtsamkeit, das Wiederfinden einer natürlichen Rhythmik von Spannung und Entspannung im Leben mit zweckfreiem, sinnlichem und praktisch handelndem Tun und einer Einbindung in die Natur.

Moderne Krankheitssyndrome wie das ADHS könne man als symptomatisch ansehen – die Kinder seien darin Spiegel für das Aufmerksamkeitsdefizit unserer Gesellschaft. In den erhöhten Krankheitsraten mit Burnout und anderen psychischen Überlastungsstörungen sollten Politik und Wirtschaft das stumme Protestpotential gegenüber dem Turbo- und Casinokapitalismus erkennen.

Die Moderatorin beendete die Sendung mit einem abschließendem Zitat von Albert Schweitzer: „Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.“

 

Weiterführende Literatur:

Stephan Grünewald: „Die erschöpfte Gesellschaft. Warum Deutschland neu träumen muss“, Campus Verlag 2013, 192 Seiten, 19.99 Euro.
Christoph Türcke: „Hyperaktiv! Kritik der Aufmerksamkeitsdefizitskultur“, Beck Verlag 2012, 123 Seiten, 9,95 Euro.

Florian Opitz, Autor und Filmemacher von „SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“

Neil Postman: Wir amüsieren uns zu Tode: Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie“ , Fischer Taschenbuch Verlag, 208 Seiten, 8,95 Euro

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ANGEBOTE ZU BURNOUT:

http://www.kreativpraxis-berlin.de/burnout_praevention.php

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Regina Liedtke
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin-Charlottenburg

Tel.: ++49(0)30 – 781 28 99
mail@kreativpraxis-berlin.de
http://www.kreativpraxis-berlin.de

 

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