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Heute fand das 28. Hauptstadtsymposium der DGPPN / Deutschen Gesellschaft für Pschiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie und Nervenheilkunde statt.

Thema war eine Betrachtung der neuen S3-Leitlinie „Psycho-soziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“. Wegweisend darin ist eine veränderte Ausrichtung der Haltung gegenüber Menschen aus diesem Patientenkreis: Wichtige Stichworte in dem Zusammenhang sind Recovery, individueller Bedarf, selbstbestimmtes Leben, Vernetzung der bisher getrennten Hilfesysteme und Perspektivwechsel aus Sicht der Selbsthilfe.

Teil der in dem fast 500 Seiten starken Werk (Langfassung) beschriebenen „psycho-sozialen Therapien“ sind u.a. auch die Künstlerischen Therapien.

Eine Zusammenfassung befindet sich auf meiner Homepage (Fachinfo Kunsttherapie, Kunstpsychotherapie/Anhang).

Sie werden in ihrer psychotherapeutischen Qualität insbesondere für den prä- bzw. nonverbalen Bereich von Störungsbildern und im impliziten Gedächtnis ansetzenden Therapiemaßnahmen beschrieben und mit dem respektablen Empfehlungsgrad B auf der Evidenzebene Ia – Ib eingestuft. Das heißt, die Künstlerischen Therapien – also Kunsttherapie, Musiktherapie, Tanztherapie, Dramatherapie u.a.sollten im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplans angeboten werden.

Beatrix Evers-Grewe nahm als Vertreterin der Gesundheitsfachberufe in der DGPPN und 1. Vorsitzenden der BAG KT / Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien am Abschlusspodium teil.

 

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Programm

Moderation

Arno Deister, Past President der DGPPN, Berlin (Moderation)

 

Begrüßung

Andreas Heinz, Präsident der DGPPN, Berlin

 

S3-Leitlinie Psychosoziale Therapien

Warum brauchen wir psychosoziale Therapien?

Steffi G. Riedel-Heller, Leipzig

 

Welche Evidenz gibt es für psychosoziale Therapien?

Uta Gühne, Leipzig

 

Wie kann Recovery gefördert werden?

Stefan Weinmann, Berlin

 

Wie findet die Leitlinie zu den Patienten?

Markus Kösters, Ulm

 

Best-Practice-Modelle

Aufsuchende Hilfen: Home Treatment, StäB und Co.

Thomas Becker, Ulm

 

Wohnortnahe Versorgung: Aktuelle Beispiele

Nils Greve, Köln

 

Best-Practice-Modelle II

Versorgung in der Gemeinde: Wohnen und Teilhabe

Matthias Rosemann, Berlin

 

In Arbeit halten, in Arbeit bringen: Individual Placement and Support

Andreas Bechdolf, Berlin

 

Vertragsärztlicher Bereich: Intensiv-ambulante Hilfen

Christa Roth-Sackenheim, Andernach

 

Statements

Handlungsbedarf im Bereich soziale Teilhabe

Michael Konrad, Stuttgart

 

Handlungsbedarf aus Sicht der Selbsthilfe

Elke Prestin, Bielefeld

 

Handlungsbedarf aus Sicht der Angehörigen

Janine Berg-Peer, Berlin

 

Kaffeepause

 

Versorgung größer denken

Das DGPPN-Modell für eine vernetzte und koordinierte Versorgung

Iris Hauth, Berlin

 

Podiumsdiskussion

Thomas Becker, Ulm

Elke Prestin, Bielefeld

Janine Berg-Peer, Berlin

Beatrix Evers-Grewe, Essen

Kirsten Kappert-Gonther, Berlin (Bundestag)

Julian Dilling (GKV-Spitzenverband)

Iris Hauth, Berlin

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Regina Liedtke / HP Kunstpsychotherapie

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision

Alt-Lietzow 12 (Künstlerhof)  Regina Liedtke vor ihrer Kreativpraxis im Künstlerhof Alt-Lietzow 12

D – 10587 Berlin Charlottenburg

www.kreativpraxis-berlin.de

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Die Künstlerischen TherapienKunsttherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie, Theatertherapie – sind in den letzten Jahrzehnten zu einem etablierten Bestandteil in der psychiatrischen Behandlung geworden. Das spiegelte sich auch auf dem von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde  / DGPPN ausgerichteten Weltkongress der Psychiatrie WPA XVII WORLD CONGRESS OF PSYCHIATRY 2017 in Berlin wider, der mit 10.000 Teilnehmern vom 8. – 12. Oktober in der Messe Berlin stattfand.

Am Messestand der Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien / BAG KT   im Infobereich des DGPPN-Referats Gesundheitsfachberufe informierten Vertreter der Berufsverbände über die vielfältige Landschaft der Künstlerischen Therapien, wo auch ich dabei war und den Deutschen Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie / DFKGT repräsentiert habe.

Zwei große Symposien, angeführt von Prof. Dr. Kathrin Seifert vom Universitätsklinikum Bonn und Professorin an der Hochschule der Künste im Sozialen Ottersberg und von Prof. Dr. habil. Karin Dannecker vom Kolleg für Weiterbildung und Forschung Kunsttherapie Berlin an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin, stellten die internationale Verbreitung der Künstlerischen Therapien und deren Stand der Forschung dar.

 

Hier ein Blick ins Programm:

TOPIC 23:

Health care research and models, health care policy

Arts therapies – an international overview

› DGPPN Section: Health Care Professions

› DGPPN Section: Psychosocial Care Research

Chairs: Kathrin Seifert, Germany und Thomas Becker, Germany

 

001

Art therapy and mental illness – a health promotion perspective

Patricia Fenner, Australia

 

002

Rawda Said Abdelazim, Egypt

 

003

Dance movement therapy research findings and perspectives in Germany, Switzerland and Egypt

Iris Bräuninger, Switzerland

Rawda Said Abdelazim, Egypt

 

004

An update on music therapy research in psychiatry

Gitta Strehlow, Germany

 

005

The arts therapies in the treatment of depression:what evidence do we have?

Vicky Karkou, United Kingdom

Ania Zubala

 

 

TOPIC 17:

Psychotherapy

Challenging research in the arts therapies – new results and implications for art, music, dance and drama therapy

Chairs: Karin Dannecker, Germany und Susanne Bauer, Germany

 

001 Art therapy

Karin Dannecker, Germany

 

002 Dance therapy

Angelika Puhr, Germany

 

003 Drama therapy

Lambros Yotis, Greece

 

004 Music therapy

Susanne Bauer, Germany

 

Prof. Dr. Jörg Oster von der Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm und den Hochschulstudiengängen Künstlerische Therapien / HKT in der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, zeigte in seiner Poster-Präsentation die Verbreitung der Kunsttherapie in der Psychiatrie und der Psychosomatischen Medizin auf:

 

 

 

 

TOPIC 23:

Health care research and models, health care policy

008 Art therapists in psychiatry and psychosomatic medicine in Germany

Jörg Oster, Germany

 

Die Film-Dokumentation von Antje Schmid Ausbruch in die Kunst – Die Zelle des Julius Klingebiel machte sehr eindrücklich das menschliche Bedürfnis nach künstlerischem Ausdruck und den hohen Stellenwert für eine psychische Reorganisation von psychisch Kranken deutlich.

Co-Chairs:

Thomas Röske, Germany; Asmus Finzen, Germany; Andreas Spengler, Germany

 

Der Film des NDR kann hier angesehen werden:

https://www.youtube.com/watch?v=4IeSZlKeETg

https://www.youtube.com/watch?v=2p5WYSMwLiQ

 

Pressemitteilung des NDR zum Film:

http://www.ndr.de/der_ndr/presse/mitteilungen/Ausbruch-in-die-Kunst-Die-Zelle-des-Julius-Klingebiel,pressemeldungnds2430.html

Weitere Informationen über Julius Klingebiel:

http://www.julius-klingebiel.de/

 

Zeitgleich jährte sich der internationale Tag der SeelischenGesundheit am 10. Oktober, der in Berlin traditionell mit einer Woche der Seelischen Gesundheit  begangen wird. Schwerpunkt-Thema war dieses Jahr Seelische Gesundheit in der digitalen Welt.

Pressemitteilung des Netzwerks selbständiger Künstlerischer Therapeutinnen und Therapeuten in Berlin:

https://www.openpr.de/news/973675/SINGEN-MALEN-TANZEN-Ueber-die-Risiken-der-digitalen-Medien-fuer-unsere-seelische-Gesundheit.html

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Regina Liedtke / HP Psych., Kunsttherapeutin (grad. Mitglied in der DGKT, Mitglied im DFKGT, Gründerin und Koordinatorin des Netzwerks selbständiger Künstlerischer TherapeutInnen in Berlin)

Praxis für kreatives Gestalten, Therapie und Supervision / Coaching
Künstlerhof Alt-Lietzow 12
D – 10587 Berlin (Charlottenburg)

Tel.: +49(0)30 – 781 28 99
mail@kreativpraxis-berlin.de

http://www.kreativpraxis-berlin.de

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Kreativworkshop - Kunsttherapie: Malen eines lebensgroßen Selbstbildes

Copyright by Regina Liedtke, Kreativpraxis-berlin.de

Das allgemeine Interesse an Kunsttherapie steigt. Immer mehr junge Menschen streben eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin / zum Kunsttherapeuten an. Patienten erleben Kunsttherapie als ausgesprochen hilfreich und äußern den Wunsch nach mehr ambulanten Angeboten.

Dies geht beispielsweise aus dem am 24.05.2011 von Frau Dr. Christine Bergmann, Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, veröffentlichten Abschlussbericht hervor. Download: www.beauftragte-missbrauch.de/file.php/30/110524_Abschlussbericht_UBSKM.pdf

So schreibt der Deutsche Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie / DFKGT in seinem aktuellen newsletter unter Bezug darauf:  „In diesem Gutachten werden Empfehlungen ausgesprochen bezüglich einer Kostenerstattungsmöglichkeit für ambulant eingesetzte „Kreativtherapien“ und körperorientierte Therapien. Grundlage waren die Aussagen und Erfahrungsberichte von ca. 15.000 Betroffenen, die diese Therapieverfahren als für sich „unersetzbar und effizient“ (S. 143) beschrieben und auf das Dilemma der fehlenden oder unsicheren Kostenübernahme für diese Therapien während der nachstationären, oft langwierigen Behandlungsphase hingewiesen hatten. Dies ist nicht zuletzt eine gewichtige Aussage von Seiten einer Patienteninteressensvertretung, …“

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien / BAG KT begrüßt in einer Stellungnahme die Wertschätzung der Künstlerischen Therapieformen zur Aufarbeitung von Traumata nach „Kindesmißbrauch“ bzw. sexualisierter Gewalt gegen Kinder ausdrücklich und weist auf entsprechende Maßnahmen zur weiteren Forschung und Qualitätssicherung hin. BAG-KT-Stellungnahme-BerichtBergmann-120711

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